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Leitfähigkeit des Wassers

 

Während die Härte nicht elektrisch gemessen werden kann, ist die Leitfähigkeit nur auf diesem Wege zu bestimmen. Das liegt daran, dass sie das Gegenteil des elektrischen Widerstands des Wassers ist, also in 1/Ohm bestimmt wird. Weiches Wasser leitet den Strom fast nicht, der Widerstand ist also sehr hoch und die Leitfähigkeit sehr niedrig. Umgekehrt ist es etwa im Meerwasser, das dem Strom nur wenig Widerstand bietet und wo die Leitfähigkeit entsprechend hoch ist. Die Leitfähigkeit von Süßwasser wird in µS/cm angegeben, wobei das „cm“ auch häufig – fälschlicherweise – weggelassen wird, in sehr hartem oder Seewasser ist Einheit mS (Millisiemens), wobei 1 mS=1000 µS entspricht.
Durch die Messung der Leitfähigkeit wird der Gesamtgehalt an Salzen und Säuren bzw. Laugen im Wasser bestimmt. Der Messwert sagt nichts über die Zusammensetzung aus, auch wenn gelegentlich eine Umrechnung von Härte in Leitfähigkeit erfolgt (die nur falsch sein kann, außer es wird eine definierte Maßlösung mit einer CaCO³- Lösung benutzt, in der Aquaristik überflüssig und außer zur Eichung ohne Wert). Eine hohe Leitfähigkeit hat z.B. auch Haushaltsessig, ohne dass dort Härtebildner vorhanden wären, aber es ist eine Säure. Hohe Härtegrade bedeuten also immer auch eine hohe Leitfähigkeit wie auch eine niedrige Leitfähigkeit aussagt, dass die Härte auch gering ist, nur die gegenteiligen Aussagen (z.B. hohe Leitfähigkeit = niedrige Härtegrade) sind nicht zulässig.
Der Handel bietet zahlreiche Geräte zum Messen der Leitfähigkeit an. Dabei reichen die einfachen vollkommen aus und liefern ausreichend genaue Werte.


50µS/cm Salzarm
zwischen 50 und 250µS/cm als wenig salzhaltig meist in weichem Wasser
von 250 bis 500µS/cm als salzhaltig meist in mittelhartem Wasser
500 bis 1500µS/cm als stark salzhaltig meist in hartem Wasser
über 1500µS/cm sind im Süßwasser selten und sprechen für einen Kochsatzgehalt