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Die deutsche Gesamthärte

Unter dieser Maßeinheit verbirgt sich die Gesamtmenge von Calcium- und Magnesiumsalzen, die gemeinsam in einem Liter Wasser gelöst sind. Als Faustregel gilt, dass der Anteil Calciumsalzen drei- bis zehnmal so hoch wie der an Magnesiumsalzen ist.
In Deutschland wird dieser Wert in °dGH angegeben, wobei das Gradzeichen nichts mit der Temperatureinheit °C (Grad Celsius) zu tun hat. Diese Maßeinheit ist nicht international standardisiert, und in anderen Ländern sind somit auch andere Abkürzungen vorzufinden.
Ich habe mich mit dem Thema Wasserhärte beschäftigt und bin auf die Begriffe temporäre Härte und permanente Härte gestoßen. Was sich dahinter verbirgt, kennt jeder aus dem täglichen Leben. Wird Wasser gekocht, fällt dabei Calcium aus und lagert sich in Form von Kesselstein in Haushaltgeräten ab. Ein ähnliches Phänomen ist auch im Aquarium zu beobachten, wo sich in der Nähe Heizung Kalkablagerungen bilden. Durch Wärmeeinwirkung verwandelt sich im Wasser gelöstes Calcium zu einer festen Masse und lagert sich ab. Die Härte des Wassers verändert sich dadurch und deshalb werden verschiedene Härtearten unterschieden.
Die temporäre Härte beziffert daher die Menge an Calciumsalzen, die unter Einwirkung von Wärme verloren geht. Die permanente Härte bezieht sich hingegen auf jene Menge an Calciumsalzen, die das Wasser auch unter Einwirkung von Wärme beibehält. Die Gesamthärte beziffert schließlich die Summe aus der Addition dieser beiden Werte. Die permanente Härte ist, auch wenn ihr der Aquarianer nunmehr ausnahmsweise sein Interesse zuwendet, von großer Bedeutung. Sie arbeiten zwar, verhindern jedoch, dass es zu drastischen Schwankungen des pH – Wertes kommt und dämpft damit das Risiko für eine spontane Vergiftung der Fische. Der Schutz des Wassers, oder die Pufferung, obliegt also der Karbonathärte, der permanenten Härte. Die Alkalinität eines Wassers wird durch Hydroxid-, Kohlenstoff- und Natronionen hervorgerufen, die dadurch einer Übersäuerung durch Wasserstoffionen auf natürlicher Weise entgegenwirken.

Wer die Gesamthärte seines Wassers festgestellt hat, kann dieses in folgenden Kategorien zuordnen:
zwischen 0 und 3°dGH: sehr weiches Wasser
zwischen 4 und 6° dGH: weiches Wasser
zwischen 7 und 8° dGH: mäßig hartes Wasser
zwischen 9 und 17°dGH: hartes Wasser
über 17°dGH: sehr hartes Wasser